Wer macht denn sowas..?

MTV Schwarmstedt gegen HF Altmark-Wendland 37:35 (17:18)

(GQ)Nach den gegebenen Umständen zu einer für uns ungewohnten Heimspielzeit war ein solcher Spielausgang sicherlich erhofft – aber ganz sicher nicht zu erwarten.
In einem über 60 Minuten engen Spiel war der höchste Abstand, trotz schon zweier vergebener Strafwürfe, beim 8:5 nach 14 Minuten hergestellt. Dass dies nicht allzu lange Bestand haben wird, sollte jedem, der sich halbwegs mit unserer Liga auseinandersetzt, bewusst sein. Der Favorit aus Salzwedel konnte schon drei Minuten später ausgleichen, so dass das Spiel im weiteren Verlauf völlig ausgeglichen verlief. Mit konstant hohem Tempo und beständigem Druck beider Seiten war es auch über den Seitenwechsel mit der knappen Führung der Gäste weit entfernt von „dahinplätschern“. Eine robuste Schwarmstedter Deckung mit einem richtig bösen (oder besser sau starkem) Marius Dossow und einem nicht minder zu lobenden Stephan Heinemann(Hampe) im Mittelblock ließen die starken gegnerischen Individualkönner nicht in ihr Spiel kommen. Im Angriff wurde ungewöhnlich konsequent auf die Außen abgeräumt. Dennoch kann man hier nicht von Dominanz reden – die Gäste aus der Altmark schafften beim 28:30 in der 52. Minute nach gefühlten Ewigkeiten so etwas wie einen Abstand herzustellen. Zumindest kurzeitig. Unser Neuzugang Erik Müller hat sich spontan dazu entscheiden, nach guter Vorarbeit, mit zwei Toren und einem herausgeholten 7m, das Spiel zu drehen. Sein letzter, finaler Treffer bei offener Manndeckung des Gegners war da schon „nur noch“ die Kirsche auf der Sahnetorte.
Aus Sicht des gesamten Spiels ist das zu Buche stehende 37:35 vielleicht zu „deutlich“, unterstreicht aber ein wirklich spannendes Spiel mit einer 1.Herren, die zwar mit viel Respekt aber kein bisschen Angst gegen einen Staffelfavoriten die ersten beiden Punkte der Saison einfahren konnte.